KILPaD https://kilpad.de Eine weitere WordPress-Website Wed, 31 Aug 2022 13:36:15 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.9.13 Lernförderliche Rahmenbedingungen bei der Arbeit -eine praktische Chance für die Weiterentwicklung Ihrer Beschäftigen und Ihres gesamten Betriebs https://kilpad.de/2022/08/31/lernfoerderliche-rahmenbedingungen-bei-der-arbeit-eine-praktische-chance-fuer-die-weiterentwicklung-ihrer-beschaeftigen-und-ihres-gesamten-betriebs/ Wed, 31 Aug 2022 13:36:14 +0000 https://kilpad.de/?p=2563 Zu diesem Thema lud die EN-Agentur ihre Netzwerkakteure am 24. August 2022 zu einem virtuellen Frühstück ein. Martina Thomas von der FernUniversität in Hagen, stellte Erkenntnisse aus KILPaD zur Gestaltung lernförderlicher Arbeitsbedingungen mit Blick auf die Einführung von Digitalisierungsvorhaben vor. Daraus entstand ein reger Austausch zu mittelstandspezifischen Fragestellungen und Anforderungen.  Der Foliensatz zum Vortrag kann ... Weiterlesen Lernförderliche Rahmenbedingungen bei der Arbeit -eine praktische Chance für die Weiterentwicklung Ihrer Beschäftigen und Ihres gesamten Betriebs

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Zu diesem Thema lud die EN-Agentur ihre Netzwerkakteure am 24. August 2022 zu einem virtuellen Frühstück ein. Martina Thomas von der FernUniversität in Hagen, stellte Erkenntnisse aus KILPaD zur Gestaltung lernförderlicher Arbeitsbedingungen mit Blick auf die Einführung von Digitalisierungsvorhaben vor. Daraus entstand ein reger Austausch zu mittelstandspezifischen Fragestellungen und Anforderungen. 

Der Foliensatz zum Vortrag kann hier abgerufen werden.

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Parallele Welten der Digitalisierung im Betrieb (Springer VS) https://kilpad.de/2022/08/02/parallele-welten-der-digitalisierung-im-betrieb-springer-vs/ Tue, 02 Aug 2022 12:39:46 +0000 https://kilpad.de/?p=2504 Herausgeber: Dirk Baecker und Uwe Elsholz „Parallele Welten der Digitalisierung im Betrieb“ ist der erste von zwei Sammelbänden, die die entstandenen Inhalte des Projekts festhalten. Im diesem Buch werden erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt präsentiert. Der zweite Band mit dem Titel „Post-digitales Management“ wird im Jahr 2023 publiziert. Das Buch und weitere Informationen sind direkt ... Weiterlesen Parallele Welten der Digitalisierung im Betrieb (Springer VS)

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Herausgeber: Dirk Baecker und Uwe Elsholz

„Parallele Welten der Digitalisierung im Betrieb“ ist der erste von zwei Sammelbänden, die die entstandenen Inhalte des Projekts festhalten. Im diesem Buch werden erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt präsentiert. Der zweite Band mit dem Titel „Post-digitales Management“ wird im Jahr 2023 publiziert.

Das Buch und weitere Informationen sind direkt beim Springer Verlag erhältlich. Einen ersten Eindruck und unmittelbare Einblicke gibt es aber auch hier im Blog! Alle Autor:Innen haben Teaser eingesprochen, in denen jedes Kapitel für sich und aus erster Hand kurz vorgestellt wird.


Einleitung: Parallele Welten der Digitalisierung im Betrieb

Dirk Baecker und Uwe Elsholz

Betriebliches Lernen in Zeiten digitalisierter Arbeit – Analyse- und Gestaltungsperspektiven

Uwe Elsholz

Subjektivierung im Digitalisierungsprozess im Spiegel empirischer Befunde

Uwe Elsholz und Martina Thomas

Zur Bedeutung organisationalen Lernens im Kontext
der Digitalisierung als einem Lernen in und über den
Betrieb

Martina Thomas


Humanisierung der Arbeit 4.0? Über agile
Digitalisierungsketten und Räume des
Unbeobachtbaren

Maximilian Locher


Arbeit als aktive Integration von Organisation,
Technik und Produkt

Maximilian Locher

Arbeit am Rechner

Dirk Baecker


Agilität an Schnittstellen

Dirk Baecker

Die Digitalisierung der Arbeit

Dirk Baecker

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Das Große Lernen: Warum die Lösung eines Problems in der Digitalisierung nicht immer schon die Antwort ist https://kilpad.de/2022/07/15/das-grosse-lernen-warum-die-loesung-eines-problems-in-der-digitalisierung-nicht-immer-schon-die-antwort-ist/ Fri, 15 Jul 2022 19:07:13 +0000 https://kilpad.de/?p=2481 Resümee der Abschlusskonferenz Drei Jahre lang untersuchte das BMBF-geförderte Projekt „Kommunikation, Innovation und Lernen in der Produktionsorganisation unter Bedingungen agiler Digitalisierung (KILPaD)“ die Zukunft der Arbeit. Prof. Dr. Dirk Baecker, Maximilian Locher und Hannah Cramer von der Universität Witten/Herdecke (UW/H) kooperierten mit Prof. Dr. Uwe Elsholz und Martina Thomas vom Lehrgebiet Lebenslanges Lernen an der ... Weiterlesen Das Große Lernen: Warum die Lösung eines Problems in der Digitalisierung nicht immer schon die Antwort ist

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Resümee der Abschlusskonferenz

Drei Jahre lang untersuchte das BMBF-geförderte Projekt „Kommunikation, Innovation und Lernen in der Produktionsorganisation unter Bedingungen agiler Digitalisierung (KILPaD)“ die Zukunft der Arbeit. Prof. Dr. Dirk Baecker, Maximilian Locher und Hannah Cramer von der Universität Witten/Herdecke (UW/H) kooperierten mit Prof. Dr. Uwe Elsholz und Martina Thomas vom Lehrgebiet Lebenslanges Lernen an der FernUni Hagen.. Hinzu kamen fünf mittelständische Firmen sowie die Zukunftsallianz Maschinenbau, das VDI Technologiezentrum, die Organisationsberatung OSB und die Universität Konstanz mit dem theoretischen Informatiker Prof. Kosub. Nun wurden die Ergebnisse aus wissenschaftlicher und betrieblicher Sicht auf einer Abschlusskonferenz im Neubau der Universität Witten/Herdecke zusammengetragen und der gemeinsame Konsens ist: „Wir dürfen die Digitalisierung nicht nur als Lösung für Probleme in der Praxis betrachten. Vielmehr ergeben sich durch digitale Lösungen weitere Fragen und Herausforderungen, aber auch neue Denkanstöße“, so die Zusammenfassung laut Prof. Baecker. „Digitalisierungsvorhaben bringen vielfältige Lernchancen mit sich: die betroffenen Beschäftigten lernen, das Management lernt und auch die Gestaltung der Schnittstellen kann lernend verbessert werden. Solche Lernanlässe können – wie von den KILPaD-Betrieben gezeigt – genutzt werden oder auch nicht,“ erläutert Prof. Elsholz.

Schaut man sich die Veränderungen in der Arbeitswelt an, wird die abstrakte Zusammenfassung klarer: Ob Maschinensteuerung, digitale Laufkarten, Shopfloor-Infopoints oder modernes Wissensmanagement – keine der digitalen Maßnahmen hat nachhaltig betriebliche Probleme vollends gelöst, aber neue Aufgaben und Herausforderungen hervorgebracht. Die meisten Betriebe stehen vor dem Dilemma, einerseits die leistungsfähigsten elektronischen Programme einführen zu wollen, andererseits nicht abhängig zu werden von einer Hardware, einer Software oder dem Dienstleister. Arbeitnehmer fürchten um ihre Arbeitsplätze, das Management fürchtet um seine Kontrollmöglichkeiten und die Geschäftsführung um die Autonomie ihres Betriebs.

Nur mit Fingerspitzengefühl lassen sich die Chancen der Digitalisierung „freispielen“ und diese Chancen sehen alle Projektbeteiligten. Dabei ist die Kommunikation ein entscheidender Faktor: „Nichts versteht sich von selbst; wer immer sich beteiligen will, muss mit allen reden, die sich ebenfalls beteiligen wollen. Innovation entsteht nur aus einem Prozess, den man nicht für selbstverständlich hält. Man braucht den Mut, seinen eigenen Betrieb neu zu entdecken. Man muss lernen, mit den Programmen umzugehen und mit den neuen Organisationsformaten, die diese Programme nahezu zwangsläufig mit sich führen,“ so Prof. Baecker. Ebenso essentiell sind Engagement und Agilität: Wer darauf wartet, von oben die klärenden Anweisungen zu bekommen, bringt den Innovationsprozess zum Scheitern. Wer hingegen in den Austausch mit Kolleg:innen, aber auch mit Lieferanten und Kunden geht, wird erleben, dass die digitalen Prozesse genau so gestaltet werden können, wie man sie braucht. „Bei aller Schwärmerei für die Möglichkeiten der elektronischen Netze sollte man nicht vergessen“, so Prof. Dr. Peter Brödner (Wirtschaftsinformatik, Universität Siegen) auf dem Podium der Abschlusskonferenz, „an den Geräten und digitalen Oberflächen, die im Betrieb zu finden sind, zu überprüfen, welche Versprechungen glaubwürdig sind und welche nicht und ob man sich gerade Lösungen ins Haus holt, für die man gar nicht die passenden Probleme hat.“ „Und immer muss man damit rechnen, dass die wirklichen intelligenten Lösungen bei den Mitarbeiter:innen in den Schubladen schlummern. Daher muss ein Betriebsklima sichergestellt werden, in dem es gelingt, die Intelligenz im Betrieb dem Betrieb zur Verfügung zu stellen“, führt Dipl.-Ing. Carsten Meinhardt, Produktionsleiter bei der nass magnet GmbH, einem der Projektpartner, aus.

„Das wichtigste Ergebnis dieses Projekts ist aus meiner Sicht“, so Tom Henning, Geschäftsführer des Projektpartners SHA Anlagentechnik GmbH, ein Hidden Champion im Förderschneckenbau, „dass wir im Betrieb wesentlich mehr Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, aber auch zwischen den Mitarbeiter:innen und den Abteilungen haben, als wir zuvor dachten. Schon deswegen müssen mehr Leute miteinander reden, als wir gewohnt sind. Daraus ergibt sich ein gewaltiger Lernprozess, in dem wir immer wieder neu herausfinden müssen, wann wir ihn öffnen sollten und wann wir ihn schließen können.“ Ministerialrat Dr. Otto F. Bode, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung, ergänzte im Schlusswort der Abschlusskonferenz, dass es sich gelohnt habe, mit einem Kommunikationsbegriff zu arbeiten, der zwischen Information, Mitteilung und Verstehen unterscheidet: „So wird der Tatsache Rechnung getragen, dass nicht ‚Sender‘, ‚Empfänger‘ oder ‚Kanäle‘ wie in einer technischen Maschine die Prozesse in Unternehmen bestimmen, sondern die Kommunikation einen eigenen Status besitzt, der sich zwischen allen Beteiligten aufspannt, von allen abhängig ist, aber von niemandem festgelegt oder gesteuert wird. Die Kommunikation mit ihren Eigenheiten ist zu ‚störrisch‘, um gesteuert zu werden. Und sie wirkt häufiger stärker auf die Beteiligten ein, als diesen bewusst ist. Hierauf zu schauen, hat sich in dem Projekt gelohnt.“ Nur so schafft man den Sprung von der immer noch vorherrschen Werkzeugperspektive der Digitalisierung, die diese als begrenztes Mittel zu einem gegebenen Zweck sieht, zu einer Systemperspektive, die es erlaubt, aber auch erzwingt, den Betrieb insgesamt auf den Prüfstand zu stellen.

„Grundsätzlich,“ so Michael Leske von der Partnerfirma Hahn Ruhrbotics in Gelsenkirchen, „ist davon auszugehen, dass die Digitalisierung im Betrieb fünf und mehr Jahre hinter dem zurückbleibt, was die Mitarbeiter:innen von ihren Smartphones gewohnt sind. Das setzt die Firmen sehr unter Druck. Denn Maschinensteuerung muss intuitiv überzeugen. Da kann man nicht mit den Menüs und Buttons von vorgestern arbeiten.“

Die wissenschaftlichen Ausgangspunkte von KILPaD sind bereits 2021 in dem Band „Parallele Welten der Digitalisierung im Betrieb“, herausgegeben von Dirk Baecker und Uwe Elsholz im Springer Verlag, publiziert worden. Der zweite Band wird unter dem Arbeitstitel „Postdigitales Management“ voraussichtlich im Frühjahr 2023 die praktischen Ergebnisse und daraus folgende Leitlinien und Empfehlungen dokumentieren. Bis dahin empfehlen wir unsere Website (kilpad.de), unseren Podcast „schnitt.stelle“ (https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/schnitt.stelle-der-kilpad-podcast/) und unsere Lehrvideos (https://www.youtube.com/channel/UCgSr1RWwth6-ZxVCxGUPYTg).

Anfragen zum Projekt an: Hannah Cramer, Projekt KILPaD, Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft, Universität Witten/Herdecke, Email: Hannah.Cramer@uni-wh.de.

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Systemtheoretische Schlüsse zu einem unwahrscheinlichen Projekt https://kilpad.de/2022/06/30/systemtheoretische-schluesse-zu-einem-unwahrscheinlichen-projekt/ Thu, 30 Jun 2022 15:29:07 +0000 https://kilpad.de/?p=2474 Im Rahmen der KILPaD-Abschlusskonferenz hielt Prof. Dr. Baecker, Seniorprofessur für Soziologie und Management an der Universität Witten/Herdecke und KILPaD-Projektleiter einen Vortrag, dessen Folien hier abgelegt sind.

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Im Rahmen der KILPaD-Abschlusskonferenz hielt Prof. Dr. Baecker, Seniorprofessur für Soziologie und Management an der Universität Witten/Herdecke und KILPaD-Projektleiter einen Vortrag, dessen Folien hier abgelegt sind.

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Abschlusskonferenz: Erkenntnisse zu Folgend er Digitalisierung für Kompetenzentwicklung und Lernen in der Organisation https://kilpad.de/2022/06/30/abschlusskonferenz-erkenntnisse-zu-folgend-er-digitalisierung-fuer-kompetenzentwicklung-und-lernen-in-der-organisation/ Thu, 30 Jun 2022 15:26:54 +0000 https://kilpad.de/?p=2470 Im Rahmen der KILPaD-Abschlusskonferenz hielten Prof. Dr. Uwe Elsholz & Martina Thomas vom Lehrgebiet Lebenslanges Lernen der Fernuniversität in Hagen einen Vortrag, dessen Folien hier abzurufen sind.

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Im Rahmen der KILPaD-Abschlusskonferenz hielten Prof. Dr. Uwe Elsholz & Martina Thomas vom Lehrgebiet Lebenslanges Lernen der Fernuniversität in Hagen einen Vortrag, dessen Folien hier abzurufen sind.

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Abschlusskonferenz: Erkenntnisse zu Kommunikation und Innovation in der betrieblichen Digitalisierung https://kilpad.de/2022/06/30/abschlusskonferenz-erkenntnisse-zu-kommunikation-und-innovation-in-der-betrieblichen-digitalisierung/ Thu, 30 Jun 2022 15:22:29 +0000 https://kilpad.de/?p=2463 Im Rahmen der KILPaD-Abschlusskonferenz hielten Hannah Cramer & Maximilian Locher von der Universität Witten/Herdecke einen Vortrag, dessen Folien hier abzurufen sind.

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Im Rahmen der KILPaD-Abschlusskonferenz hielten Hannah Cramer & Maximilian Locher von der Universität Witten/Herdecke einen Vortrag, dessen Folien hier abzurufen sind.

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Bericht zur KILPaD-Abschlusskonferenz: Das Große Lernen – Wenn Lösung und Problem nicht zur Deckung kommen… https://kilpad.de/2022/06/30/bericht-zur-kilpad-abschlusskonferenz-das-grosse-lernen-wenn-loesung-und-problem-nicht-zur-deckung-kommen/ Thu, 30 Jun 2022 06:13:07 +0000 https://kilpad.de/?p=2457 Bericht zur Abschlusskonferenz des KILPaD-Projekts am 23. Juni 2022 an der Universität Witten/Herdecke von Prof. Dr. Dirk Baecker Kurz vor Abschluss der dreijährigen Förderdauer des BMBF-Projekts „Kommunikation, Innovation und Lernen in der Produktionsorganisation unter Bedingungen agiler Digitalisierung“ (KILPaD) trafen sich Wissenschaft und betriebliche Praxis zur Abschlusskonferenz im Neubau der Universität Witten/Herdecke. Selbstverständlich stellen sich die ... Weiterlesen Bericht zur KILPaD-Abschlusskonferenz: Das Große Lernen – Wenn Lösung und Problem nicht zur Deckung kommen…

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Bericht zur Abschlusskonferenz des KILPaD-Projekts am 23. Juni 2022 an der Universität Witten/Herdecke von Prof. Dr. Dirk Baecker

Kurz vor Abschluss der dreijährigen Förderdauer des BMBF-Projekts „Kommunikation, Innovation und Lernen in der Produktionsorganisation unter Bedingungen agiler Digitalisierung“ (KILPaD) trafen sich Wissenschaft und betriebliche Praxis zur Abschlusskonferenz im Neubau der Universität Witten/Herdecke. Selbstverständlich stellen sich die Ergebnisse des Forschungsvorhabens aus wissenschaftlicher und betrieblicher Sicht je anders dar, doch wenn es einen gemeinsamen Nenner gab, so lautete er: Digitalisierung ist, wenn Problem und Lösung nicht zur Deckung kommen, sondern man durch jede Lösung nicht nur auf neue Probleme stößt, sondern auch auf neue Ideen kommt. Die Digitalisierung steckt noch immer in den Kinderschuhen, auch wenn die Industrie seit Beginn der Automatisierung auf mittlerweile gut sechzig Jahre Erfahrung zurückblickt. Wir haben es in den Betrieben dieser Welt nicht mehr nur mit Arbeit, sondern vor allem mit Lernen zu tun. Das hat Marshall McLuhan in seinem Buch Understanding Media schon 1964 festgestellt.

Mit der Einführung von Maschinensteuerung, digitalen Laufkarten, Auftrags- und Produktionsplanung, Shopfloor Infopoints und Wissensmanagement lösen sich nicht alle Probleme, sondern entdeckt man neue Aufgaben und Herausforderungen. Keinem Betrieb bleibt es erspart, seine Organisation in den Blick zu nehmen, seine Anforderungen an die Kompetenzen von Belegschaft, Management und Geschäftsführung. Kein Betrieb steht nicht vor dem Dilemma, einerseits die leistungsfähigsten elektronischen Programme einführen zu wollen, andererseits jedoch nicht abhängig zu werden von einer Hardware und einer Software, die vielleicht die Dienstleister verstehen, aber nicht man selbst. Die Belegschaft fürchtet um ihre Arbeitsplätze, das Management fürchtet um seine Kontrollmöglichkeiten und die Geschäftsführung fürchtet um die Autonomie ihres Betriebs. Nur mit Fingerspitzengefühl lassen sich die Chancen „freispielen“, die dennoch von allen Beteiligten in diesen Prozessen gesehen werden.

Viel ist gewonnen, wenn alle Beteiligten einsehen, dass es um Lernprozesse mit einem offenen Ausgang geht. Das ist ungewohnt, wusste man doch bisher immer, womit man es zu tun hat. In Präsentationen der Wissenschaftler*innen und der Praktiker*innen wurde deutlich, dass Kommunikation ein entscheidender Faktor ist: Nichts versteht sich von selbst; wer immer sich beteiligen will, muss mit allen reden, die sich ebenfalls beteiligen wollen. Innovation entsteht nur aus einem Prozess, den man nicht für selbstverständlich hält. Man braucht den Mut, seinen eigenen Betrieb neu zu entdecken. Man muss lernen, mit den Programmen umzugehen und mit den neuen Organisationsformaten, die diese Programme nahezu zwangsläufig mit sich führen.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist daher die Agilität: Wer darauf wartet, dass von oben die klärenden Anweisungen kommen, bringt den Prozess zum Scheitern; wer sich hingegen im Austausch mit den Kolleg*innen, aber auch mit Lieferanten und Kunden die Aufträge selbst holt, wird erleben, dass die digitalen Prozesse genau so gestaltet werden können, wie man sie braucht. Dazu gehört nicht zuletzt, auf manch ein Projekt zu verzichten, auch wenn es bei der Konkurrenz angeblich noch so erfolgreich eingesetzt wird, und nach der Einführung manch ein Projekt auch wieder auszuführen, wenn man feststellt, dass es nicht passt.

Digitalisierung ist die Lösung, doch nur wenn man sich traut, dass passende Problem so zu formulieren und zu kommunizieren, dass alle Beteiligten es verstehen.

Die Abschlusskonferenz wurde nach den Präsentationen von Prof. Dr. Dirk Baecker (Universität Witten/Herdecke) und Prof. Dr. Uwe Elsholz (FernUni Hagen) und ihren Mitarbeiter*innen Maximilian Locher, Martina Thomas und Hannah Cramer von einer Podiumsdiskussion beschlossen, auf der Dr. Johanna Renker (Technologieberatungsstelle TBS beim DGB NRW), Prof. Dr. Peter Brödner (Wirtschaftsinformatik, Universität Siegen) und Dipl.-Ing. Carsten Meinhardt (Produktionsleiter bei nass magnet GmbH) wichtige Punkte des Projekts mit dem Moderator Maximilian Locher (Universität Witten/Herdecke) diskutierten. Bei aller Schwärmerei für die Möglichkeiten der elektronischen Netze sollte man nicht vergessen, so Brödner, an den materiellen Artefakten, die im Betrieb zu finden sind, zu überprüfen, welche Versprechungen glaubwürdig sind und welche nicht und welche Lösungen man sich ins Haus holt, für die man gar nicht die passenden Probleme hat. Nicht zu vergessen seien außerdem, so Renker, die Anforderungen des Datenschutzes; die Faszination durch immer mehr Daten sei nur die eine Seite einer Herausforderung, deren andere Seite darin besteht, mit ihrem Missbrauch rechnen zu müssen. Und immer, so Meinhardt, müsse man damit rechnen, dass die wirklichen intelligenten Lösungen bei den Mitarbeiter*innen in den Schubladen schlummerten. Wie könne man ein Betriebsklima sicherstellen, in dem es gelingt, die Intelligenz des Betriebs dem Betrieb zur Verfügung zu stellen?

Anfragen zum Projekt an: Hannah Cramer, Projekt KILPaD, Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft, Universität Witten/Herdecke, Email: Hannah.Cramer@uni-wh.de.

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Transferauftakt mit der Deutschen Messe Technology Academy: „Durchdigitalisiert und doch bleiben die Effekte aus?“ https://kilpad.de/2022/06/08/transferauftakt-mit-der-deutschen-messe-technology-academy-durchdigitalisiert-und-doch-bleiben-die-effekte-aus/ Wed, 08 Jun 2022 17:24:50 +0000 https://kilpad.de/?p=2432 „Durchdigitalisiert und doch bleiben die Effekte aus? Warum die Digitalisierung ein post-digitales management nötig macht – live from Austin, Tx“ Unter diesem Titel fand am 24. Mai die erste Transferveranstaltung zwischen der Deutschen Messe Technology Academy und KILPaD statt, online via MS Teams. Von KILPaD referierten der CEO von Hahn-Ruhrbotics live aus Austin, und der ... Weiterlesen Transferauftakt mit der Deutschen Messe Technology Academy: „Durchdigitalisiert und doch bleiben die Effekte aus?“

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„Durchdigitalisiert und doch bleiben die Effekte aus? Warum die Digitalisierung ein post-digitales management nötig macht – live from Austin, Tx“

Unter diesem Titel fand am 24. Mai die erste Transferveranstaltung zwischen der Deutschen Messe Technology Academy und KILPaD statt, online via MS Teams. Von KILPaD referierten der CEO von Hahn-Ruhrbotics live aus Austin, und der wissenschaftliche Mitarbeiter Maximilian Locher von der Universität Witten-Herdecke. Am 29. Juni findet ein Workshop in Räumlichkeiten der Deutschen Messe statt.

Die Dokumentation von Vortrag und Diskussion finden Sie im hinterlegten pdf.

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KILPaD-Abschlusskonferenz am 23. Juni 2022 an der Universität Witten/Herdecke https://kilpad.de/2022/06/08/kilpad-abschlusskonferen-am-23-juni-2022-an-der-universitaet-witten-herdecke/ Wed, 08 Jun 2022 17:24:34 +0000 https://kilpad.de/?p=2445 Am 23. Juni 2022 findet die Abschlusskonferenz des KILPaD-Projekts statt. Zeiten und Inhalte finden Sie unten folgend. Wir bitten um Anmeldung bei Frau Hannah Cramer.

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Am 23. Juni 2022 findet die Abschlusskonferenz des KILPaD-Projekts statt. Zeiten und Inhalte finden Sie unten folgend. Wir bitten um Anmeldung bei Frau Hannah Cramer.

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Transferauftakt mit dem Zukunftszentrum KI NRW: „Mit Schnittstellenanalysen zum Digitalisierungserfolg“ https://kilpad.de/2022/06/08/transferauftakt-mit-dem-zukunftszentrum-ki-nrw-mit-schnittstellenanalysen-zum-digitalisierungserfolg/ Wed, 08 Jun 2022 17:24:31 +0000 https://kilpad.de/?p=2440 „Mit Schnittstellenanalysen zum Digitalisierungserfolg im mittelständischen Maschinenbau“ Unter diesem Titel fand am 31. Mai 2022 der Auftakt zum Transfer der Projekterkenntnisse des KILPaD-Projekts mit dem Zukunftszentrum KI NRW statt. Nach Einführung durch Adam Golick, Referent im Zukunftszentrum und Mitarbeiter beim Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft, referierten Tom Henning (Geschäftsführer der SHA GmbH) und Maximilian Locher (wissenschaftlicher ... Weiterlesen Transferauftakt mit dem Zukunftszentrum KI NRW: „Mit Schnittstellenanalysen zum Digitalisierungserfolg“

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„Mit Schnittstellenanalysen zum Digitalisierungserfolg im mittelständischen Maschinenbau“

Unter diesem Titel fand am 31. Mai 2022 der Auftakt zum Transfer der Projekterkenntnisse des KILPaD-Projekts mit dem Zukunftszentrum KI NRW statt. Nach Einführung durch Adam Golick, Referent im Zukunftszentrum und Mitarbeiter beim Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft, referierten Tom Henning (Geschäftsführer der SHA GmbH) und Maximilian Locher (wissenschaftlicher Mitarbeiter von der Universität Witten/Herdecke). Nach dieser Online-Veranstaltung findet in der zweiten August-Hälfte in Düsseldorf ein zweiter Workshop statt.

Hier finden Sie die Dokumentation der Veranstaltung als pdf.

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